Bild einer Allee in Finsterwalde

Stadtgrün

Biotope in direkter Nachbarschaft

Warum Stadtgrün?

Unerwartete Rückzugsräume

Stadtnatur ist unverzichtbar für die Erhaltung der biologischen Vielfalt.

-Masterplan Stadtnatur, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Natur beginnt nicht erst im Wald – oft beginnt sie direkt vor unserer Haustür. Parks, Friedhöfe, Straßenbäume oder kleine Grünflächen in der Stadt sind weit mehr als nur Erholungsräume. Sie kühlen die Umgebung, spenden Schatten und wirken wie ein grünes Netz mitten im Alltag. 

Und manchmal steckt darin mehr, als man denkt. Ein einzelner alter Baum im Park kann im Laufe der Jahre zu einem kleinen Lebensraumzentrum werden – mit Verstecken, Schlafplätzen und Kinderstuben für viele Tierarten. 

Was auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Straßenbaum wirkt, kann in Wirklichkeit ein „Mehrfamilienhaus der Natur“ sein. 

Gerade alte Stadtbäume entwickeln mit der Zeit besondere Strukturen, die für Tiere entscheidend sind. Diese sogenannten Baummikrohabitate entstehen langsam durch Alter, Wetter, Tiere oder mechanische Einflüsse und genau sie machen den Unterschied für viele Arten. 

unbekannt, nicht unbedeutend

Vielleicht haben Sie schon einmal den Grünspecht gehört, einen Vogel, der eher am Boden als in Bäumen nach Nahrung sucht und sich vor allem von Ameisen ernährt. Sein charakteristisches Lachen ist oft mitten in Stadtparks zu hören 

Oder Sie haben in der Dämmerung Fledermäuse beobachtet, die lautlos über Wege und Häuser ziehen? Der Große Abendsegler gehört zu den größten heimischen Arten und jagt oft hoch über unseren Köpfen – direkt über Straßen und beleuchteten Plätzen, ohne dass wir es bemerken. 

Selbst unscheinbare Straßenbäume können dabei eine wichtige Rolle spielen. Was für uns „einfach nur“ Rinde oder alte Wunden am Baum sind, kann für Tiere ein geschützter Ort zum Ruhen oder Verstecken sein. Je vielfältiger das Stadtgrün ist, desto mehr Leben findet darin Platz. Ihre Beobachtungen helfen dabei, diese verborgene Seite der Stadt sichtbar zu machen. Vielleicht verändert sich dadurch beim nächsten Spaziergang auch Ihr Blick: aus einem gewöhnlichen Park oder Straßenbaum wird plötzlich ein Lebensraum, den es neu zu entdecken gilt.

Arten im Fokus

Stadtbewohner, die in Bäumen Leben

Quelle: ©P. Le Mao auf GBIF

Grünspecht

Er sucht seine Nahrung am Boden und braucht dafür trotzdem Bäume

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Quelle: © S. Simon

Buntspecht

Wo er hämmert, entstehen Wohnungen für andere

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Großer Abendsegler am BaumQuelle: ©O. Hazell auf GBIF

Großer Abendsegler

Für eine Fledermaus ist er ein echter Langstreckenflieger

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Unsere Lernorte

An unseren Lernorten wird sichtbar, wie unterschiedlich Stadtgrün aussehen kann und welche besonderen Lebensräume sich darin entwickeln

Forschung und Begegnung vor Ort

Schlosspark Sonnewalde

Sonnewalde, Landkreis Elbe-Elster

Wo Wasser, Wiesen und und historische Strukturen auf engem Raum zusammenkommen

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Stadtwald Senftenberg

bei Senftenberg, Oberspreewald-Lausitz

Ein junger Wald vor den Toren der Stadt – und Lebensraum, Erholungsort und Lärmschutz zugleich

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Strukturen im Stadtgrün

Gefunden Und markiert

Welche besonderen Strukturen wurden bereits entdeckt? Die Karte zeigt die Beobachtungen aus unseren Untersuchungsgebieten.

  • 7 Bäume im Stadtgrün
  • 22 Baummikrohabitate im Stadtgrün

Neugierig geworden? Entdecken Sie auf der Ergebnisseite alle Orte und ihre Auswertungen.

So einfach geht's

Machen Sie mit

Helfen Sie jetzt mit, Baummikrohabitate zu erfassen! Es ist kein Vorwissen nötig, nur Neugier, ein Smartphone und unsere kostenlose Web-App. Kartieren Sie Habitatbäume und sammeln Sie Auszeichnungen. Unter "Hilfe" finden Sie hierfür in der App eine detaillierte Anleitung.

Ein Smartphone-Bildschirm mit grünem Hintergrund, einem stilisierten Blatt in der Mitte, dem Text „Mikrohabitat aufzeichnen“ und einem orangefarbenen Kamerasymbol am unteren Rand
Ein grüner Baum mit dichtem Laubwerk Schritt 1

Entdecken

Einen auffälligen Baum bemerken

Ein braunes Klemmbrett mit einem leeren Blatt Papier, das leicht aufgerollt ist Schritt 2

Dokumentieren

Ort und Beobachtung sichern

Eine schwarze analoge Kamera Schritt 3

Fotografieren

ein Foto als Beleg, fertig

Die anderen Biotoptypen

Mehr Lebensräume entdecken

Streuobstwiesen

Diese schwindende Kulturlandschaft fördert Artenvielfalt, liefert regionale Früchte und schafft wertvolle Lebensräume.

Obstwiesen erforschen

Wälder

Gesunde Wälder fördern biologische Vielfalt. Totholz und Biotopbäume schaffen wertvolle Lebensräume und Nischen für bedrohte Arten.

Wälder untersuchen