Steckbrief

Schwarzspecht (Dryocopus martius )

Größe:Größter europäischer Specht. Etwas kleiner als Rabenkrähe.

Ruf:Markantes, klagendes „Kwiööh“.

Weitere Besonderheiten:Kranichartig geschwungenes Körperbild im Flug, absolut unverkennbar große Spechthöhlen (Öffnungen von 10cm und mehr) in über 10m Höhe.

Ernährung:Vorwiegend Insekten und Wirbellose, „ringeln“ aber auch Bäume, um an Saft aus der Rinde zu gelangen.

Lebensraum: Laub- und Mischwälder mit ausreichend großen Bäumen.

Zugvogel:Nein.

Sozialverhalten:Extrem reviertreu, wobei sich Reviere mitunter überlappen können. Sie führen ritualisierte Rivalenkämpfe unter Männchen durch und leben in monogamen Saisonehen.

Bedeutung für den Naturschutz:Gilt als Schlüsselart –  seine Höhlen bieten über 60 anderen Arten Obdach (darunter Nachnutzer & Konkurrenz) .

Indikatorart für Laub- und Mischwälder –  da Bäume erst bestimmte Dicke erreicht haben müssen, dient sein Vorkommen als Indikator für potenzielle Naturnähe des Waldbildes.

Wissenswert:Den Ureinwohnern der japanischen Insel Hokkaido galt der Schwarzspecht als heiliges Tier.

Ein Schwarzspecht am WaldbodenQuelle: ©S. Schwegmann